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Testbericht Schwind Schwebestativ
Habe bereits Erfahrung mit dem Steadicam
Junior und bin derzeit auf der Suche nach einen günstige
praxistauglichen Schwebestativ.
Auf meiner Suche nach aktuellen Angeboten im Internet stieß
ich auf das Stativ von Schwind. Nach einer E-Mail Anfrage zu mehr
Details bot mir der Hersteller eine kostenlose Bereitstellung des
Stativs für sieben Tage an. Selbstverständlich nahm ich
das Angebot an und erhielt das Exemplar auch sofort zwei Tage nach
meiner Antwort.
Getestet wurde das Stativ mit einer VX2000 und einer TRV900.
Hier ein kurzer Clip über
den Test (im Real Player Format, 5,5 MB)
Das Gerät wird in drei Teilen geliefert; der Griff sowie der
obere und der untere Bügel welche zusammengeschraubt den Arm
für die Gegengewichtung darstellen. Die Gewichte (Metallscheiben
mit unterschiedlicher Größe und Gewichtung) sind bereits
angebracht und können einfach angepasste werden.
Was bereits beim Auspacken etwas negativ auffiel, war der Geruch
nach Öl der noch von der Herstellung stammt. Beim späteren
Hantieren hinterlies das Öl auch seine optischen Spuren an
Hände und Kleidung.
Insgesamt macht das Teil einen sehr robusten, soliden und stabilen
Eindruck.
Test mit der Sony VX2000:
Das montieren mit einer Kamera geht relativ einfach von statten.
Das Stativ lässt sich bequem an einem Tischrand abstellen;
die Kamera wird mit einem Hama-Schnellverschluss-Schuh vormontiert
und dann einfach in den Justierschlitten eingeschnappt.
Die Querjustierung des Schlittens erfolgt dann recht umständlich
mit vier Imbusschrauben an der Unterseite des Schlittens (Imbusschlüssel
liegt bei). Glücklicherweise ist das nur einmal notwendig.
Das Ausbalancieren funktioniert wieder recht einfach durch Hinzugabe
bzw. Wegnahme von Gewichten, durch das einfache Verschieben der
Gewichte auf dem Schlitzblech und durch Feinjustieren mit der Stellschraube.
Insgesamt fehlt eine Libelle (wie bei Wasserwaagen) mit der der
Status der Nivellierung genauer erkannt wird.
Insgesamt schaffte ich es jedoch nicht das System so abzustimmen,
dass nach einem seitlichen Schubser ein Nachpendeln ausgeschlossen
werden konnte.
Der Kugelkopf stößt Systembedingt bereits nach kurzer
Drehung an (siehe Video), wodurch es zu aprupten Schwenkstopps kommt.
Ist aber Übungssache. Bin da ein bisschen verwöhnt von
dem Kardangelenk der Steadicam Jr.
Durch das relativ hohe Gewicht des Gesamtsystems ermüdet der
Tragearm recht schnell (trotz seitlichen abstützen am Körper).
Test mit der Sony TRV900:
Hab die Kamera gleich wieder runter gemacht. Hier ist das seitlich
Pendeln noch stärker.
Was mache ich nur falsch; hab alles ausprobiert. Gewichte eher im
oberen oder unteren Bereich montiert. Die Gewichte horizontal verschoben
und dabei den Griff entsprechend entgegengesetzt angepasst.
Zusammenfassung:
Vorausgesetzt ich habe keine Bedienungsfehler gemacht kann folgendes
zusammengefasst werden:
einfaches gerades Laufen und Treppensteigen wird problemlos ausgeglichen.
Seitliche Schwenks führen zu unakzeptablen Pendelbewegungen.
Die Nivellierung kann nur nach Augenmass durchgeführt werden.
Kugelgelenk stört (Kardangelenk wäre mir lieber). Ölgeruch.
Preis:
Im Vergleich zu den auf dem Markt zur Verfügung stehenden Schwebestative
liegt das von Schwind zwar im unteren Preisbereich, die derzeit
zu entrichtenden 333 € sind jedoch immer noch zu hoch. Der
Materialpreis dürfte bei 30 € liegen. Montagekosten sollten
um die 50 € sein (da kein Massenprodukt) und für Vermarktung
und Entwicklung gestehe ich auch noch mal 30 € zu.
Mehr sollte es aber dann nicht kosten.
Auf Grund der eingeschränkten Funktion und des relativ hohen
Preises habe ich das Stativ wieder zurückgesendet. Der Hersteller
ist grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Wenn die Pendelbewegungen
behoben sind, zwei Wasserwaagenlibellen aufgeklebt wurden und der
Preis niedriger liegt sollte es ein gutes System sein.
Webseite
von Schwind Herbert
weitere Links über Schwebestative:
Steadicam
Staedicam
Selbstbau
Das
beste Linkverzeichnis in diesem Zusammenhang von Landau
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