| Sonntag,
02.09.01
6.00 Uhr Abholung
durch Reiner, Fahrt zum Flughafen
7.00 Uhr Treffen mit Simone und Andy am Flughafen in Nürnberg
7.55 Uhr Flug von Nürnberg nach Frankfurt
8.45 Uhr Ankunft in Frankfurt - Imbiss bei Mc Donald
11.20 Uhr Weiterflug von Frankfurt nach Atlanta
15.05 Uhr Ankunft in Atlanta nach 9,20 Std.
Simone und Andy
haben uns dann verlassen, sie sind weitergefahren nach Birmingham,
zu Andi's Bruder.
17.30 Uhr Weiterflug
von Atlanta nach Mexico City. Wir sind mit Mex Air geflogen,
das ist eine kleine Maschine, d. h. 3 Reihen auf der einen
und 2 Reihen auf der anderen Seite. Als ich die Maschine betrat,
habe ich gedacht, ich muss gleich wieder raus. Mich überkam
plötzlich ein Gefühl von Panik. Es war schrecklich,
ich konnte dann Gott sei Dank meinen Sitzplatz mit einer anderen
Frau tauschen, so dass Robert und ich in einer 2er Reihe saßen.
Nach 3,15 Std. sind wir dann um 20.30 Uhr gelandet. Wir hatten
Glück und sind Mexico zum ersten Mal nachts von der Luft
aus begegnet. Nach langen Stunden im Flugzeug tut sich beim
Anflug auf die Hauptstadt ein uferloses Meer von Lichtern
auf. Wie hingegossen über das Hochtal und die Hänge
der angrenzenden Vulkanhügel erstreckt sich die Metropole
von Horizont zu Horizont. Und der internationale Flughafen
von Mexico City liegt mitten darin.
Jutta hatten wir
gesagt, dass wir um 19.45 Uhr ankommen. Von daher war sie
bereits um 18.00 Uhr am Flughafen. Als wir den Zoll passiert
hatten, haben wir sie nicht gesehen. Wir dachten, sie ist
bestimmt schon weg, aber sie hat 4 Std. auf uns gewartet.
Das war wirklich so lieb von ihr. Wir fühlten uns nämlich
schon ein wenig verloren, denn es ist extrem schwierig, sich
zu verständigen, wenn die Menschen nur spanisch sprechen.
Wir sind dann zum
Parkhaus gegangen und haben unser Gepäck bei Jutta ins
Auto geladen. Als wir wegfahren wollten, ging plötzlich
die Alarmanlage ihres Autos los. Nach gutem Zureden und Betätigen
verschiedener Knöpfe hat sie sich wieder ausschalten
lassen und sie konnte den Wagen starten. Jutta blieb die Ruhe
selbst, obwohl hinter ihr bereits ein anderer ungeduldiger
Autofahrer wartete. Im Hotel Fontan angekommen, haben wir
unsere Koffer ausgeladen und Jutta hat ihr Auto geparkt. Sie
hatte noch eine Überraschung für uns parat. Ganz
leckeres, frisches Obst (Bananen, Melone, Wassermelone und
Kakteenfrucht) hatte sie für uns mitgebracht. Nach dem
langen Flug und dem grässlichen Flugzeugessen war das
ein Genuss. Aber das tollste sind die Eintrittskarten für
das Folklore-Ballett im Balais de las Bellas Artes, die sie
uns geschenkt hat. Ich freue mich schon sehr darauf.
Jutta hat uns dann
noch ein paar Tipps gegeben für unseren Aufenthalt in
Mexico City. Sie hatte alles so
toll vorbereitet!!!
Danach sind wir
dann todmüde ins Bett gefallen. Jeder in seines, denn
wir hatten zwei große Betten im Zimmer stehen. Vielleicht
hätten wir noch ein Pärchen einquartieren sollen,
dann wäre es etwas günstiger gekommen. Die Übernachtung
mit Frühstücksbuffett kostete 180,00 DM.
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Montag, 03.09.01
Nach dem Frühstück
haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht, um die ersten
Sehenswürdigkeiten zu bestaunen.
Unser zweiter Eindruck
von Mexico City war etwas gemischt.
Uns hat das, was wir bei Tageslicht sahen, sehr an Kairo erinnert,
d. h. viele baufällige Häuser, schlechte Straßen,
überall Baustellen, viel Verkehr und Gehube.
Unsere erste Station
war die Tourist Info, dort haben wir uns noch ein wenig Infomaterial
mitgenommen. Danach haben wir Geld getauscht und dann ging
es ins Zentrum. Am Zocalo (Hauptplatz), den wir gut zu Fuß
erreichen konnten, stehen die Sehenswürdigkeiten dicht
beieinander.
Palacio
de las Bellas Artes
Den schönen Künsten wollte Mexikos Diktator Porfirio
Díaz um die Jahrhundertwende eine Heimstatt geben.
Das Ergebnis ist ein gewaltiger Marmorbau, der dennoch sehr
anmutig wirkt. Der italienische Architekt Adamo Boari war
ein Meister seines Fachs. Von außen blendet weißer,
matter Marmor, innen glänzt er in rot, weiß und
schwarz. Der weiche Untergrund gab bereits während der
Bauarbeiten so sehr nach, dass das Gebäude gute 2 m abgesunken
ist. Gedacht ist der Palast für Theater, Konzerte und
das Folklore-Ballett, aber auch wenn gerade keine Aufführung
stattfindet, ist er der Kunst gewidmet In den oberen Stockwerken
sind monumentale Bilder moderner mexikanischer Künstler
ausgestellt, u. a. von Rivera, Siqueiros und Orozco. Hier
werden die unterschiedlichen Stile der Künstler deutlich:
Orozco entwirft in seiner "Katharsis" ein eher düsteres
Bild, das Untergangsstimmung vermittelt. Rivera, wie jener
ein Anhänger sozialistischer Ideale, glaubt an den "Menschen,
der das Universum kontrolliert", wie eine seiner heroischen
Malereien heißt.
Torre Latinoamericana
Der höchste Bau in Mexiko-Stadt
ist dieses 177 m hohe Hochhaus schon lange nicht mehr. Dennoch
lohnt v. a. in den Abendstunden eine Fahrt zur Aussichtsplattform
oder ins Panorama-Restaurant. Selbst bei trübem Wetter
liegt dem Besucher die Stadt als Lichtermeer zu Füßen.
Der Turm ruht auf Fundamenten, die im weichen Untergrund "schwimmen",
so gilt er als völlig erdbebensicher. Die massiven Erschütterungen
von 1985 hat er jedenfalls unbeschadet überstanden.
Casa de los Azulejos
Unter den meist aus dunklem Vulkangestein gebauten Häusern
der Kolonialzeit sticht dieser Bau bunt hervor : Die Fassade
des ab 1596 errichteten Gebäudes ist durchgehend mit
weiß-blauen Kacheln (Azulejos) bedeckt. Auch das Innere
ist auf das Liebevollste ausgestaltet: Malereien aus dem 19.
Jh. zieren die Wände, die Decken sind mit Stuckornamenten
verschönert, das Treppenhaus hat der bedeutende Muralist
Orozco ausgemalt. Die Besichtigung des Hauses ist fast zwangsläufig
mit Konsum verbunden: Die Gastronomie- und Warenhausketten
Sanborn's haben mehrere Restaurants und Bars in die verschiedenen
Stockwerke eingegliedert. Im Erdgeschoss gibt es Zeitschriften,
Schallplatten, Haushaltswaren oder auch feine Ledertaschen.
Palacio Nacional
/ Zócalo
Als wolle er niemals enden, füllt der Nationapalast eine
ganze Längsseite des weiten Zócalo aus. Obwohl
das Portal von bewaffneten Militärs bewacht wird, können
Touristen den Bau ungehindert besichtigen. Im Treppenhaus
und im oberen Stockwerk hat der Maler Diego Rivera großflächige
Fresken hinterlassen. Diese "Murales", die ab 1929
entstanden, zeigen in einer riesigen Allegorie die Geschichte
Mexikos von der Eroberung (Konquista) bis zur Moderne. In
anderen Bildern beschwört Rivera die Größe
der indianischen Vergangenheit des Landes. Neben einem Bild
vom Leben und Handel im alten Tenochtitlán werden der
Maisanbau oder die Papierherstellung gezeigt (auch Mo geöffnet).
Kathedrale
Sie ist die größte Kirche im Land, aber neben
dem größten Regierungspalast und am größten
Platz sieht man ihr es nicht so recht an. Der Bau dauerte
vom Ende des 16. Jh. bis zum Anfang des 19. Jh. - verschiedenste
Baustile mischen sich. So wuchtig die Kathedrale ist,
so instabil ist sie auch. Ihr Gewicht hat sie in den feuchten,
unbeständigen Boden einsinken lassen und ihre Mauern
mit Rissen durchsetzt. Die immer wiederkehrenden Erdbeben
taten ein übriges. Innen ist der Sitz des Bischofs
von Mexiko-Stadt deshalb fast vollständig mit Stahlrohren
ausgefüllt, die das Gebäude stützen. Ob
sie jemals wieder entfernt werden, ist nicht abzusehen.
Auch Brände haben dem Gebäude geschadet. Wo
früher Gold am Hauptaltar nur so blinkte, sind die
Schnitzereien heute dunkel-matt. Direkt neben der Kathedrale
schließt eine weitere Kirche die Längsseite
des Hauptplatzes ab. El Sagrario ist zwar niedriger, aber
ihr Portal wie auch ihr Innenraum sind noch üppiger
verziert als die der Kathedrale. |
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Templo Mayor
Zwei Gottheiten verehrten die Azteken mit ihrem größten
und wichtigsten Tempel: Huitzilopochtli, den Kriegsgott, der
sie auf ihrer Wanderschaft hierher geleitet hatte und Tláloc,
den Gott des lebenspendenden Wassers. Rund 45 m ragte der
Tempel in die Höhe, als die Spanier nach Tenochtitlán
kamen. Nach ihrem Sieg schleiften sie das Heiligtum. Erst
in den letzten Jahrzehnten sind die Ruinen wieder freigelegt
worden. Gut sichtbar ist heute, wie die Azteken den Tempel
immer wieder überbauten, um ihre erweiterte Macht zu
zeigen und um ihren Göttern noch intensiver zu huldigen.
Auch andere kleinere Heiligtümer des Tempelbezirks sind
inzwischen wieder ans Tageslicht gekommen. Auf dem Tzompantli
wurden die Schädel von geopferten Menschen aufgespießt
- auch als Zeichen des Machtanspruches der Azteken. Im Bereich
der Adler-Krieger sind hervorragend erhaltene Reliefs zu sehen,
z. T. noch bunt bemalt. An den Tempelbezirk ist ein Museum
angeschlossen. Wer die Erläuterungen besser verstehen
möchte, sollte eines der englischen Faltblätter
am Eingang kaufen. Das beeindruckendste Ausstellungsstück
ist der riesige runde Stein mit dem Bild der Mondgöttin
Coyolxauhqui. Sie wurde der Legende nach von ihrem Bruder
Huitzilopochtli in Stücke geschlagen, weil sie ihrerseits
der gemeinsamen Mutter nach dem Leben trachtet.
Im Restaurant "Las
Palmas" haben wir gegen 15.00 Uhr Mittagsrast gemacht.
Wir hatten ein Menue für 25 Mex Pesos (= 9,00 DM) pro
Person. Was wir bestellten wussten wir nicht so genau. Zuerst
gab es Nudelsuppe mit Weißbrot, dann blanken Reis und
danach Hühnchen mit Bohnen ohne Beilagen. Das letztere
haben wir nicht gegessen. Ich fand, es roch komisch, ich habe
es einfach nicht runter bekommen.
Wir haben uns auch ein anderes Hotel angesehen "Hostel
Catedral". Hier hätte das Doppelzimmer 220,00 Pesos
(= 55,00 DM) gekostet, aber leider waren keine Zimmer mehr
frei. In dem "Hotel" steigen viele junge Leute und
Rucksacktouristen ab. Bei uns wohnen reiche Mexikaner, Geschäftsleute
und Japaner, andere können sich das anscheinend nicht
leisten J
Danach haben wir
ein wenig eingekauft, Tequila, Chips und Wasser, der Rucksack
war sauschwer. Auf dem Rückweg sind wir noch mal zur
Touristinfo und haben gefragt, ob sie günstigere Hotels
anbieten können, aber sie erzählten und das, was
wir schon wussten.
Im Hotelzimmer
angekommen, klingelte das Telefon, H. Frähsdorf / Med
Leiter Mexiko rief an. Wir vereinbarten, dass wir am nächsten
Tag einen Besuch bei Siemens Mexiko machen würden. Er
würde uns abholen lassen, bzw. selbst abholen, damit
wir nicht verloren gehen. Bin schon sehr neugierig auf Fr.
Bohmans, Juttas Arbeitsplatz und wie es dort aussieht.
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Dienstag, 04.09.01
H. Frähsdorf
hat uns heute morgen um 10.00 Uhr abgeholt und mit zu Siemens
genommen. Dort habe ich Grete Bohmans kennengelernt, sie ist
eine ganz liebe Frau. Jutta hat mit uns einen Rundgang gemacht
und auch ihr Büro gezeigt, mir hat es gut gefallen. Gegen
12.00 Uhr hat uns Fr. Bohmans ein Taxi bestellt und wir sind
in die Stadt gefahren. Für diese Fahrt haben wir ca.
21,00 DM gezahlt. Das Taxometer läuft auch noch weiter,
wenn man im Stau steht.
In der Stadt angekommen haben wir uns gedacht, jetzt gehen
wir zum Mittagessen. Zuerst wollten wir zu Mc Donald (das
Bic Mac Menue kostete 11,00 DM), haben es uns aber dann doch
anders überlegt und sind in eine Pizzeria gegangen. Das
war die schlechteste und teuerste Pizza, die wir je gegessen
haben. Eine normale Pizza und zwei Wasser haben zusammen 40,00
DM gekostet. Außerdem kam dann noch ein Laster, der
sich vor uns aufgebaut hat, um die Girlanden für den
Unabhängigkeitstag aufzuhängen. Wir haben die ganzen
Abgase abbekommen, dann hat es uns gereicht, wir haben gezahlt
und sind gegangen.
Auf dem Rückweg
zum Hotel, sind wir bei einer Aufführung von Mexikanerinnen
und Mexikanern hängengeblieben. Sie haben zu einheimischer
Musik getanzt und gesteppt, das war schön anzusehen.
Uns ist dann ein
schönes, sandsteinfarbenes Gebäude aufgefallen.
Als wir reingingen haben wir gesehen, dass darin die Hauptpost
Correro Central untergebracht ist. Sie liegt an der Straße
Lázaro Cárdenas, nahe dem Palacio de las Bellas
Artes. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, schon wegen ihrer
Architektur (venezianischer Stil, schmiedeeiserne Geländer,
alles in Gold und sandfarben, prächtiger Treppenaufgang
- einfach sehr schön). Es darf leider nicht fotografiert
werden.
Dann stand der
Besuch im Franz Mayer Museum auf dem Programm. Der Sammelleidenschaft
dieses deutschen Emigranten ist es zu verdanken, dass nahe
des Alameda-Portes eines der schönsten Museen der Stadt
zu besichtigen ist. Der an der Börse reich gewordene
Franz Mayer trug eine Fülle von Statuen, Bildern, Geschirr,
Teppichen und anderem zusammen. Die in einem alten Herrschaftsgebäude
untergebrachten Werke geben einen hervorragenden Einblick
in Kunst und Leben der Kolonialzeit. Der mit mächtigen
Bäumen bestandene jahrhundertealte Patio lockt zudem
zur Kaffeepause.
Unser Weg führte
uns dann zum Hotel Barmer, dort haben wir die Tour zu den
"3 Kulturen, Basilika von Guadelupe und Teotihuacán"
für Donnerstag, 06.09. gebucht. Außerdem haben
wir uns dort erkundigt, was ein Doppelzimmer kostet. Es gibt
unterschiedliche Preiskategorien und da wir die Tour bei ihnen
gebucht haben, haben wir das Zimmer für 330,00 Pesos
(ca. 85,00 DM) bekommen, leider ohne Frühstück.
Wir haben uns entschlossen, das Zimmer zu nehmen, d. h. wir
ziehen am Mittwoch um.
Jutta hat uns abends
abgeholt und wir sind in einen anderen Stadtbezirk gefahren,
um uns Silberschmuck anzusehen. Wir waren in einem tollen
Laden, mir hätten auch ein paar Ohrringe gefallen, aber
leider bekam ich sie nicht durch meine Ohrlöcher. Anschließend
haben wir uns mit Monika und Armando (Tochter und Schwiegersohn
von Jutta) getroffen, die beiden sind total nett. Monika spricht
deutsch, Armando nur spanisch. Es war wirklich amüsant,
sich zu unterhalten. Nach einer Weile haben wir sogar einiges
verstanden, wenn Armando etwas erzählte, auch wenn wir
fast kein spanisch sprechen. Zuerst haben wir etwas getrunken,
dann hat uns Armando Mexiko bei Nacht gezeigt. Wir sind in
den teuersten, neuesten und modernsten Bezirk gefahren, und
zwar Santa Fe. Also wir möchten dort nicht wohnen, ein
Hochhaus neben dem anderen und die Mieten kann fast niemand
bezahlen. Jetzt hätte ich es fast vergessen, vorher haben
wir noch einen kurzen Stopp bei einem tollen Lokal gemacht.
Hier speißt bzw. feiert die Creme de la Creme. Ein ganz
nobler Schuppen, aber zu teuer! Eigentlich wollten wir noch
etwas essen gehen, aber mir ging es nicht besonders gut und
Armando hat uns dann bei unserem Hotel abgesetzt (hier
ein Bild von uns allen). Todmüde sind wir ins Bett
gefallen.
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Mittwoch, 05.09.01
Nach dem Frühstück
sind wir im Barmer Hotel eingecheckt und haben uns ein Taxi
(70 Pesos = 18,00 DM) bestellt, das uns zum Anthropoligischen
Nationalmuseum gebracht hat. Ein Taxi vom Hotel aus bestellt
ist immer teurer - Touristenaufschlag!!!
Beim Museum angekommen
haben wir uns unsere Tickets gekauft und Robert hat sich einen
elektronischen Audio Guide gemietet, das stellte sich aber
als Reinfall heraus. Es lohnt sich nicht! Das Museo Nacional
de Antropologià allein ist ein Grund, die Hauptstadt
zu besuchen. Es liefert einen umfassenden Einblick in Kultur,
Kunst und Gesellschaft der Völker, die vor der Ankunft
der Spanier in Mexiko lebten. Nach einer Einführung in
die Anthropologie und die Vorgeschichte sind acht Säle
(zwei waren leider geschlossen, auch der der Mayas) den wichtigsten
vorspanischen Kulturen gewidmet. So lässt sich ablesen,
wie verschiedene Glaubens- und Kulturelemente von frühen
Kulturen wie Teotihuacán weitergegeben wurden, an die
Tolteken oder die Azteken; die Unterschiede zwischen den Kulturen
des Hochlandes und den südlichen Völkern, wie die
Mixteken, Zapateken und Maya werden deutlich. Das obere Stockwerk
ist den Trachten, dem Brauchtum und der Lebensweise der Indios
von heute gewidmet. Allerdings ohne, dass ihre oft bittere
Armut dabei besonders deutlich würde. Englische Erläuterungen
sind selten, am besten sich vorher schon einlesen.
Akrobatik für
die Sonne
Im Hof spielen mitunter Musiker auf vorspanischen Instrumenten
wie Knochenflöten oder Schildkrötenpanzern. Sehr
greifbar zeigen die "Voladores" vor dem Museum den
Sonnenkult: Vier Männer lassen sich von einer hohen Stange
an Seilen herab, während ein Fünfter mit Trommel
und Flöte dazu musiziert. Die Seile, die die "Flieger"
halten, sind so gewickelt, dass sie im Kreis schwebend langsam
zu Boden sinken. Die Vorführungen finden am Wochenende
in dichter Folge statt, wochentags seltener. Am Museumseingang
weiß man die aktuellen Uhrzeiten.
Danach sind wir
in den größten Park der Stadt, den Bosque de Chapultepec.
So riesig die Stadt selbst ist, so weitläufig ist auch
ihr wichtigster Park. Die Azteken nannten die Gegend "Hügel
der Grillen" und nutzten sie, um ihre Hauptstadt mit
Frischwasser zu versorgen. Vor allem sonntags verwandeln zigtausende
Besucher und unzählige Händler den Park in ein buntes
Meer der Erholung und Unterhaltung. Überall preisen Verkäufer
Früchte, Getränke oder Spielzeug an. Auf einem See
kann man Ruderboote mieten, das Kulturangebot reicht von Freilichttheater
bis zu Malkursen unter freiem Himmel. In den Park sind verschiedene
Museen und ein Zoo integriert. Neben den üblichen Giraffen
und anderen afrikanischen Tieren bevölkern Wildkatzen
und Großvögel die Gehege und Volieren. Besonders
stolz ist die Verwaltung auf ihre prächtigen Pandabären.
Im Park befindet
sich das Castillo de Chapultepec. Schon dem mexikanischen
Vizekönig gefiel die heutige grüne Lunge der Stadt
so gut, dass er Ende des 18. Jh. hier ein Schloss errichten
ließ. Als dann der Habsburger Maximilian 1864 für
drei Jahre als Kaiser ins Land geholt wurde, ließ er
das Gebäude nach seinem Geschmack umbauen. Porfirio Díaz,
der zwischen 1878 und 1910 die Geschicke des Landes leitete,
vollendete das Traumschloss mit fein verzierten Räumen
und erlesenen Möbeln. Rund die Hälfte des Schlosses
ist noch mit Tapeten und Möbeln dieser Zeit ausgestattet.
Die anderen Räume sind einem Querschnitt durch die Geschichte
Mexikos gewidmet. Bilder, Uniformen und Schriftstücke
des Museumsteils werden von riesigen Wandgemälden der
Muralisten ergänzt. Am liebsten wäre ich gleich
eingezogen, so toll hat es mir gefallen.
Mit einem grünen
Taxi, das wir auf ein Heranwinken ergattert htten, sind wir
zurück zum Hotel gefahren (30 Pesos = ca. 7,00 DM). Den
Rest des Nachmittages haben wir gemütlich verbracht.
Nach dem Essen im Barmer Rest., wir hatten Aztekensuppe und
Tacos mit Hühnerfleisch (hat lecker geschmeckt), sind
wir ins Ballett Folclore gegangen. Dies sollte man auf jeden
Fall nicht versäumen. Es war einmalig schön, die
mexikanische Kultur wird auf eindrucksvollste und unterhaltsamste
Weise gezeigt.
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Donnerstag, 06.09.01
Im Barmer Rest.
haben wir gefrühstückt (Continental and American
Breakfast), begeistert waren wir nicht. Es ist halt nicht
das gleiche, ob man ein Frühstücksbuffet hat oder
nur etwas vorgesetzt bekommt. Mal sehen, wie das im Hotel
Riz sein wird, dahin werden wir nämlich am Freitag Morgen
ziehen. Im Barmer Hotel sind leider keine Zimmer mehr frei.
Um 9.30 Uhr wurden
wir mit einem Kleinbus abgeholt, um die Tour zu machen. Wir
waren sechs Personen, ein jüngeres Pärchen aus München,
ein älteres Ehepaar aus den Philippinen, der Guide und
unser Fahrer.
Die erste Station
war Tlatelolco "Platz
der Drei Kulturen". Die Plaza liegt ungefähr
an der gleichen Stelle wie der Hauptplatz der präkolumbischen
Stadt Tlatelolco, Rivalin Tenochtitláns bis zum Jahre
1473. In jenem Jahr wurde die Stadt von den Mexica in Besitz
genommen und ihr Herrscher Moquihuix von der Hauptpyramide
zu Tode gestürzt. Tlatelolco blieb jedoch die wichtigste
Handelsstadt der Region und sein berühmter Markt soll
nach Berichten der Konquistadoren täglich von 60.000
Käufern und Verkäufern besucht worden sein. Während
der Belagerung Tenochtitláns 1521 durch die Spanier
war Tlateloloc Schauplatz des letzten Widerstands der Azteken.
Eine Gedenktafel erinnert daran mit den Worten: "Am 13.
August 1521 fiel das von Cuauhtémoc heldenhaft verteidigte
Tlatelolco in die Hände von Hernán Cortés.
Es war weder Triumph noch Niederlage. Es war die schmerzhafte
Geburtsstunde des heutigen Mexiko, eines Volkes von Mestizen."
1968 ging die Polizei mit Schusswaffen gegen eine auf dem
Platz demonstrierende Menschenmenge vor und tötete dabei
nach inoffiziellen Schätzungen 250 Menschen. In den Jahren
1985/86 war die weite Fläche mit Zelten bedeckt, in denen
zahlreiche nach dem Erdbeben Obdachlose eine notdürftige
Unterkunft fanden. Der Platz wurde von Mario Pani entworfen
und 1964 fertiggestellt. Seinen Namen erhielt er wegen des
interessanten Nebeneinanders von Bauten aus drei Epochen:
aztekische Pyramiden und Tempel, eine spanische Klosterkirche
und moderne Hochhäuser.
Danach stand die
Basilika von Guadelupe
auf dem Programm.
Zehn Jahre nach dem Fall der Aztekenhauptstadt Tenochtitlán
berichtete erstmals ein Indio, ihm sei die christliche Gottesmutter
erschienen. Die spanisch-katholische Kirche zögerte anfangs,
die Erscheinung anzuerkennen. Zumal sie sich ausgerechnet
dort ereignet haben sollte, wo die Azteken ihre Göttin
Tonantzin verehrten. Auch dauerte es, bis man als Wunder akzeptierte,
dass die Jungfrau Maria ihr Bildnis in einem Strahlenkranz
auf dem Mantel des Indios Juan Diego hinterließ. Doch
dann wurde der Erscheinugnsort der Jungfrau von Guadelupe
zum wichtigsten Wallfahrtsziel für die Mexikaner und
ganz Lateinamerika. Rund um den Hügel der Erscheinung
stehen etliche Kirchen. Die alte Basilika, in der das Tuch
mit dem heiligen Bild früher ausgestellt wurde, ist zwar
noch zugänglich, aber sie versinkt langsam im Untergrund
und droht einzustürzen. Der Mantel ist jetzt in einem
gigantischen modernen Bau untergebracht. Viele Gläubige
rutschen auf Knien dorthin. Laufbänder verhindern, dass
die Pilger zu lange unter dem heiligen Stoff verweilen. Schließlich
soll jder einmal dem Mantel nahe sein dürfen. Der Hügel,
wo Juan Diego nach der Überlieferung Maria sah, ist sehr
liebevoll mit Pflanzen und Wasserfällen ausgestattet.
Hunderte von Andenkenverkäufern schmälern allerdings
die besinnliche Atmosphäre etwas. Hier
die Geschichte zu Guadelupe
Bevor wir zum Highlight
an diesem Tag kamen, hat uns unser Guide noch in ein Andenkengeschäft
geschleppt, wo alles viel günstiger und qualitativ sehr
hochwertig sein soll. Wir haben nichts gekauft, aber die drei
verschiedenen Tequila-Sorten haben wir schon ausprobiert und
sind dann schwankend aus dem Laden gekommen J
Teotihuacán
Ihr Ebenmaß und die schiere Größe geben dieser
altamerikanischen Stadt eine besonders mystische Ausstrahlung.
Von 100 v. Chr. bis 900 n. Chr. entwickelte sich hier eine
Kultur, die einen starken Einfluß auf andere Völker
Mittelamerikas ausübte. Am "Ort", wo die Götter
Menschen wurden" das heißt Teotihuacán auf
deutsch, ziehen vor allem zwei mächtige Pyramiden den
Blick auf sich. Man betritt die Anlage am einen Ende eines
fälschlicherweise "Straße der Toten"
getauften Weges; am anderen Ende dieser Stecke liegt die Mondpyramide,
rechterhand erhebt sich die Sonnenpyramide. Bevor man sich
auf den Weg zu ihrer Besteigung macht, führt ein Rundgang
aber zum Tempel von Quetzalcóatl, dem Gott der gefiederten
Schlange. Drachenartige Köpfe dieser Gottheit ragen aus
der gestuften Fassade. An einigen Stellen lassen rote und
grüne Farbreste ahnen, wie bunt das Heiligtum damals
war. Weitere Reste von Malereien finden sich nahe der Mondpyramide
im Palast der Jaguare und im Palast der Quetzal-Schmetterlinge.
Sie waren Wohnräume der herrschenden Priester. Am beeindruckendsten
ist aber die Besteigung einer oder aller beider Pyramiden.
Der Blick von dort oben auf die Anlage, die einstmals 80.000
Menschen bevölkerten und die ungewohnte Nähe zum
Himmel sind unvergleichlich.
Bevor wir zurückfuhren
hatten wir noch ein Lunch in einem Restaurant, welches der
Guide ausgesucht hatte. Man hatte sofort das Gefühl,
dass sie nur am Profit interessiert waren - grässlich
diese Abzockerei.
Beeindruckt, aber
auch etwas müde sind wir zum Hotel zurückgefahren.
Übrigens hatte
es heute nicht geregnet. Denn es ist so, dass es jeden Tag
gegen 18.00 Uhr einen kurzen Schauer gibt, es kühlt aber
nicht ab. Die Temperaturen tagsüber sind um die 25 Grad,
optimal um Ausflüge zu machen und sich all die Sehenswürdigkeiten
anzusehen.
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Freitag, 07.09.01
Heute morgen sind
wir ins Hotel Riz umgezogen. Als wir ankamen gab es für
uns keine Reservierung. Nachdem der Empfangschef im Hotel
Barmer angerufen hatte, bekamen wir das Doppelzimmer für
345 Pesos (ca. 86,00 DM - ohne Frühstück); zuerst
wollte er dafür 558 Pesos. Das Zimmer war soweit o.k.,
ich empfand es aber als etwas schmuddelig. Von daher fühlte
ich mich nicht sonderlich wohl. Nach dem Frühstück
(Buffet) im gleichen Hotel (45 Pesos = ca. 11,00 DM) sind
wir in die Stadt gegangen. Wir haben vom Palais de Bellas
Artes noch Bilder von innen gemacht und sind dann zum Tempel
Mayor, um uns das Museum und die Ausgrabungsstätte anzusehen
- es war sehr interessant.
Danach sind wir
noch durch den Markt geschlendert, dann haben wir beschlossen,unsere
Bücher zu holen und uns in den Park zu setzen. Das war
schön entspannet. Im Anschluss daran haben wir noch ein
paar Einkäufe getätigt und uns an einem Stand drei
Taccos gekauft, hat lecker geschmeckt. Als wir wieder im Hotel
waren, haben wir gleich einen Tequila getrunken, um evtl.
Bakterien abzutöten. Abends hat es geregnet, sogar gehagelt
und gewittert.
Jutta hat uns um
20.00 Uhr vom Hotel abgeholt und wir sind dann zu einem typisch
mexikanischen Restaurant gefahren. Unterwegs haben wir noch
Monika und Armando mitgenommen. Wir haben tolle mexikanische
Gerichte gegessen, Margerita und Bier getrunken (hier
ein Bild von uns allen).
Anschließend
sind wir zurück in die Stadt gefahren, zu einem Platz,
auf dem die Mariachis den ganzen Abend, bzw. die ganze Nacht
Musik spielen. Es ist schon interessant, wie viele und was
für unterschiedliche Menschen dort sind, um sich ein
Lied vorspielen zu lassen oder nur um zu lauschen. Armando
ist wirklich ein toller Reiseführer, man merkt, dass
er mit Mexiko sehr verbunden ist. Auf dem Rückweg zum
Hotel durchquerten wir noch die Gribaldi-Straße, in
der es exklusive Geschäfte gibt, wie z. B. Armani, Boss,
.......
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Samstag, 08.09.01
Um 7.30 Uhr sind
wir aufgestanden und haben gefrühstückt. Jutta hat
uns um 10.00 Uhr abgeholt und wir sind zum Markt gefahren.
Dort gab es eine schöne Bilderausstellung, Silberschmuck,
Handarbeiten usw. Nachdem wir durchgeschlendert, gestöbert
und etwas gegessen hatten, wollten wir eigentlich nach Xochimilco
fahren. Die halbe Strecke hatten wir bereits zurückgelegt,
als wir uns entschlossen hatten, wieder zurückzufahren.
Der Verkehr war so extrem und wir hätten es in der Zeit,
die uns zur Verfügung stand nicht geschafft, da wir noch
zu Jutta nach Hause fahren wollten, um uns mit ihrer Familie
zu treffen. In der Nähe von Juttas Wohnung haben wir
noch etwas Obst und Gebäck gekauft, dann sind wir zu
ihr gefahren. Ihre Wohnung ist sehr schön, man kommt
sich vor, als wenn man in Deutschland wäre. Nach und
nach sind alle eingetrudelt, Monika und Armando mit ihrem
Hund Schatzi, Elisabeth, Guillermo und die beiden Kids. Es
war ein wunderschöner Nachmittag, wir hatten viel Spaß
und gegen 20.00 Uhr haben wir uns dann schweren Herzens von
Jutta, Elisabeth und Guillermo verabschiedet. Armando und
Monika haben uns zum Hotel zurückgebracht, vorher haben
wir noch einen kleinen Stopp in einem mexikanischen Imbiss
eingelegt und Taccos mit Schweinefleisch und Mais im Pappbecher
gegessen. Nun mussten wir uns auch von den beiden verabschieden
und sind ein wenig wehmütig in unser Hotelzimmer gegangen.
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Sonntag, 09.09.01
Ankunft in Cancun
um 12.50 Uhr. Als wir auf unser Gepäck warteten, haben
wir Simone und Andi bereits erspäht. Die Wiedersehensfreude
war riesig groß und es war schön zu hören,
dass sie eine schöne Woche in Atlanta bei Andy's Bruder
verbracht hatten. Robert und Andy haben den Leihwagen bei
Alamo abgeholt und nachdem Simone und Andiy noch Geld getauscht
hatten, konnten wir in unseren gemeinsamen Urlaub starten.
Unser Gepäck
passte natürlich nicht ganz in den Monza, im Kofferraum
war Platz für zwei große Koffer, einen kleinen
Trolli und zwei kleine Rucksäcke. Der zweite Trolli durfte
zu Simone und Ingrid auf die Rücksitzbank. Robert meisterte
die ersten Meter im mexikanischen Verkehr grandios. Unser
erstes Ziel Playa del Carmen fanden wir problemlos, d. h.
den Weg. Das Ortsschild suchten wir vergeblich, aber zum Glück
gibt es hier VW-Händler, die wenigstens den Ort mit angeschrieben
hatten. Stufe 2 war angesagt - Hotel finden. Nachdem unser
"mexikanischer Freund" Roberto (Robert) zwei Mal
gefragt hatte, haben wir das Hotel dann auch gefunden. Erster
Eindruck von Ingrid: "Da bleib ich nicht". Zum Glück
hat sich ihr Eindruck nicht bestätigt. Die Pension "Posada
las Iguanas" ist richtig urig und typisch mexikanisch.
Die erste Nacht werden wir zu viert in einem Zimmer verbringen
(Vorschlag von Andy) - ohh, mal sehen, wer schnarcht, der
muss raus J Nach Bezug unseres Zimmers ging es ab zum Strand
(nur ca. 100 m) - weißer Strand, türkisfarbenes
Meer, wir sind im Paradies. Langer Spaziergang mit Fußwassertest
war angesagt. Robert, Ingrid und Simone testen die stürmischen
Fluten - wow, war das stark. In jeder Ritze hing der feine
Sand. Andy beobachtete das Spektakel aus sicherer Entfernung
und kicherte, wenn Robert Landunter war. Nach dem ausgedehnten
Strandspaziergang sind wir zurück ins Hotel zum Duschen.
Wir hatten schon alle tierischen Hunger. In Playa del Carmen
gibt es ein Touristenviertel und hier kann man alles mögliche
essen, ist aber nicht billiger als in unserer Heimat. Wir
ließen uns von einem der zahllosen Animateure überreden,
das Restaurant auszuprobieren, welches er angepriesen hat.
Es hieß, Restaurant mit Blick auf's Meer - ahh, wenn
Mann/Frau um die Ecke schauen kann, dann hatte der Mexikaner
auf jeden Fall recht. Das Essen war mäßig, da gehen
wir nicht mehr hin. Danach haben wir Playa del Carmen noch
etwas unsicher gemacht - dann gingen wir ins Bett.
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Montag, 10.09.01
Nach einem Frühstück
bei klassischer Musik sind wir nach Tulúm
aufgebrochen. Dort angekommen parkten wir das Auto auf dem
gebührenpflichtigen Parkplatz (25 Pesos - muss erst bei
der Ausfahrt bezahlt werden). Von dem Besucherzentrum sind
es ca. 10 Min. zu Fuß zur Ausgrabungsstätte. Im
Besucherzentrum hat man die Möglichkeit Führungen
zu buchen und für die 10minütige Strecke mit einer
Bummelbahn zu fahren.
Nach dem Marsch
zur Ausgrabungsstätte lösten wir das Ticket für
die Ruinen von Tulúm.
Andächtig schweift der Blick über die Tempel und
Altäre zum türkisfarbenen Meer - kein Zweifel: Tulúm
ist die am zauberhaftesten gelegene aller Ruinenanlagen in
Yucatán, direkt am Ufer der Karibik. Zwischen den Klippen,
auf denen das größte Gebäude thront, die sogenannte
Burg (Castillo) und dem kleinen Tempel des Windes strahlt
in einer kleinen Bucht weißer Sand. Tulúm ist
auch in anderer Hinsicht eine Seltenheit: es ist von einer
völlig erhaltenen Stadtmauer umgeben - Zeichen des kriegerischen
Klimas, in dem diese späte Maya-Stadt entstand. Und hier
finden sich kleine Altäre in Form von Mini-Tempeln, die
man in anderen Stätten vergeblich suchen wird. Die hervorragenden
Malereien im Templo de las Pinturas sind, um sie zu schützen,
nur aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Leider war es
uns nicht möglich dies zu sehen, da der Zutritt gesperrt
war. Es waren auch sehr viele Touristen unterwegs, was nicht
so toll war.
Dann ging es zurück
nach Playa und nach einer kurzen Siesta gingen wir an den
Strand. Abends sind wir zum Essen ins Pensionsangeschlossene
Rest. BIPBIP gegangen. Hier stimmt Preis und Qualität.
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Dienstag, 11.09.01
Heute werden wir
den Tag in Xcaret verbringen. Dort
angekommen, stellten wir fest, dass sehr wenig los ist, das
hat uns natürlich gefreut. Als erstes wollten wir den
tropischen Garten und die Pilzzucht besichtigen - aber leider
geschlossen. Dann haben wir einen Blick auf das Grottenschwimmen
geworfen, sind aber zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht
rein. Leider deshalb, da am späteren Nachmittag so viel
los war. Ein Tipp: Gleich morgens das Grottenschwimmen machen
(um 8.30 Uhr öffnet der Park)! Die persönlichen
Sachen, wie Geld, Uhren usw. kann man am Museum oder am Strand
in Schließfächern deponieren (kostenpflichtig).
Die anderen Dinge, wie Klamotten, Handtücher kann man
direkt dort deponieren (bei der Schwimmwestenausgabe).
Bevor wir uns in
dieses Vergnügen gestürzt haben, sind wir noch etwas
durch den Park gelaufen, haben und die Schildkröten und
Delphine angesehen. Es wird angeboten, mit den Delphinen zu
schwimmen, was wir aber nicht gemacht haben (15 Min. kosten
etwa 33 US $).
Am schönsten,
vergnüglichsten war für uns wirklich das Durchschwimmen
der Grotte. Das Wasser ist zwar saukalt, aber wenn man mal
drin ist, dann ist es echt cool. Taucherbrille und Schnorchel
lohnen sich fast nicht, denn nur zum Schluss kann man ein
paar Fische erspähen. Das ganze ist ein natürliches
Felsgewölbe, durch das Salzwasser fliest. Simone und
Robert hat es so gut gefallen, dass sie gleich zwei Mal durchgeschwommen
sind.
Gegen 13.00 Uhr
haben wir am Strand eine kleine Pause eingelegt und etwas
gegessen. In der Info-Broschüre steht zwar, man darf
nichts zu Essen und zu Trinken mitnehmen, aber es wurde nicht
kontrolliert - also auf jeden Fall etwas mitnehmen. Im Parkt
kostet eine 1,5 L Flasche Wasser 25 Pesos (ca. 6,00 DM), ansonsten
bekommt man sie schon für 7,50 Pesos. Im Anschluss daran
sind wir noch etwas geschnorchelt und durch den Park gewandert.
Um 18.00 Uhr begannen die Maya-Ballspiele und danach gab es
eine kurze Aufführung im Maya-Dorf.
Im großen und ganzen war es ein superTag! Der Eintritt
von 54,00 US $ ist aber auch ganz schön gesalzen.
Vielleicht hätten
wir besser Xel-Ha besuchen sollen. Carlos meinte, es sei günstiger
und viel schöner!
Heute haben wir
auch von Carlos erfahren, dass ein Anschlag auf das World
Trade Center und den Twin Tower verübt wurde. Wir waren
den ganzen Abend nur noch vor dem Fernseher gesessen und haben
das ganze fassunglos vor Entsetzen verfolgt.
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Mittwoch, 12.09.01
Heute liegt ein
anstrengender Tag vor uns, die Fahrt nach Plaenque. 700 km
müssen wir zurücklegen, bzw. Robert fahren. Der
erste Abschnitt führt durch endlosen Dschungel. Abwechslung
bieten die Militärposten, mit denen wir uns mit Händen
und Füßen verständigen. Es wurden Fragen zum
Tequila und zu den Reisekaugummis gestellt. Bei jeder Landesgrenze
kann man von solchen Wachtposten ausgehen. Unsere Fahrt führt
durch eine hügelige Landschaft. Hier sieht man auch,
wie die Landbevölkerung lebt.
Wichtig: Bitte
immer rechtzeitig tanken, da die Tankstellen unterwegs sehr
knapp sind!!!
In der Stadt Cables
sind für die Straßenbenutzung 16 Pesos (4,00 DM)
zu zahlen. In Palenque angekommen suchten wir uns ein Quartier.
Die Jugendherberge ist hier echt optimal.
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Donnerstag, 13.09.01
Um 7.00 Uhr war
Abfahrt - Suche nach einem Bäcker. Super billiges Frühstück,
aber leider kein Kaffee dabei. Um 7.30 Uhr waren wir an den
Toren vor den Ruinen. Hier überbrückten wir die
halbe Stunde bis zur Öffnung mit Frühstück.
Der Eintritt in
Palenque 35 Pesos + 10 Pesos für's
Auto. Schon die erste Begegnung ist faszinierend. Die Ruinen
lagen im Nebel und der Nebel wurde von den ersten Sonnenstrahlen
durchbrochen. Aus dem Dschungel ertönten die Geräusche
von Grillen und Vögeln. Lange Zeit sind die Tempel nicht
zu erahnen, doch plötzlich geben die Bäume den Blick
frei auf das majestätische Ensemble weiß-grauer
Bauten vor tiefgrünem Dschungel. Jahrhundertelang hatte
die Stadt von Bäumen überwuchert geschlummert, bis
Forscher sie im 19. und 20. Jh. wiederentdeckten. Nach einer
wirtschaftlich und kulturell florierenden Epoche von 600 bis
etwa 900 n. Chr. hatten ihre Bewohner sie plötzlich verlassen,
lange vor der Ankunft der Spanier. Die Gründe dafür
liegen bis heute im Dunkeln.
Als erstes kommen
rechter Hand zwei kleinere Tempel in den Blick, an die sich
die 21 m hohe Pyramide "Templo de las Inscripciones"
anschließt. Auf den Inschriften, die dem Tempel seinen
Namen gaben, sind die Taten der Herrscher von Palenque geschildert.
Einer von ihnen, Pacal, wurde tief in der Pyramide beigesetzt.
Es war eine Sensation, als Archäologen 1952 seinen Sarkophag
freilegten. Rechtwinklig zu diesem Tempel liegt der "Palast".
Hier wohnten vermutlich die Priesterherrscher und regierten
ihre Stadt. Über einem Gewirr von Gängen thront
ein 15 Meter hoher Turm - ein einzigartiges Exemplar in der
altamerikanischen Baukunst. Ein zweites großes Ensemble
bilden der Sonnentempel, der Tempel des Kreuzes und der Tempel
des Blattkreuzes. Sie sind unterschiedlich groß und
hoch, gemeinsam haben sie Stuckreliefs auf der oberen Plattform.
Daneben haben die Archäologen noch etliche andere Tempel
und Anlagen ausgegraben. Und sie haben auch weiterhin viel
freizulegen: Dutzende von Bauten schlummern noch unter dem
Pflanzengrün.
Hier könnt Ihr Euch einen kleinen Eindruck des Ganzen
holen. In der Downloadsection
liegt ein kurzer Videofilm über Palenque.
Leider war der
Tempel der Inschriften gesperrt, es fanden Ausgrabungen statt,
da sie einen neuen Eingang vermuten.
Wenig ansehnlich
ist hingegen das neue Palenque. Immerhin bietet es zahlreiche
Übernachtungsmöglichkeiten.
Danach ging es
zu dem Mizol-há Wasserfall,
diese schöne, romatisch gelegene Kaskade fällt von
fast 30 m Höhe in einen großen Teich, in dem man
Baden kann (haben wir nicht gemacht, fanden wir ganz schön
gefährlich). Im September führt der Wasserfall mehr
Wasser als sonst. Beim Spaziergang bis unter den Wasserfall
sind Badesachen und eine wasserfeste Kamera zu empfehlen.
Es ist unglaublich, was das für ein Gefühl ist,
hinter dem Wasserfall zu stehen. Die feinen Wassertropfen
sind wie kleine Nadeln und man bekommt kaum Luft, außerdem
ist es eisig kalt. (Für's Parken sind 20 Pesos zu entrichten).
Nach weiteren ca.
45 km zweigt nach rechts ein Weg zu den 4 km entfernten Wasserfällen
von Agua Azul (span.: "Blaues
Wasser) ab. Unterwegs haben wir noch einen Unfall gesehen,
ein Lkw, beladen mit Holz hatte die Hälfte seiner Ladung
verloren. Dort angekommen, sind für's Parken 25,00 Pesos
zu zahlen.
Das Wasser stürzt
hier in mehreren breiten Kaskaden inmitten tropischer Vegetation
in den Río Bascán und später in den Río
Tulijá. Das normalerweise ungewöhnlich klare Wasser
in einem Kalksteinbett erscheint blau. Wir haben es leider
nur als braune "Brühe" erlebt. Dies lag sicherlich
daran, dass wir im September dort waren. In den natürlichen
Bassins kann man gut baden. Robert und Simone haben es gewagt
und beide meinten, es ist auf jeden Fall empfehlenswert. Da
bekommt man ein Gefühl dafür, wie stark die Strömung
in einem Fluss ist. Eine Wanderung hinauf zum Wasserfall ist
sehr schön.
Im Anschluss waren
wir in Palenque Pizza essen. Traveller Cheques können
bei der Bank in Palenque leider nach 16.00 Uhr nicht mehr
eingelöst werden - Geld wird bereits um 16.00 Uhr vom
Militär abgeholt, obwohl die Bank bis 17.00 Uhr geöffnet
hat. Postkarten kann man im Ort aber günstig kaufen.
Zurück in
der Jugendherberge gönnten wir uns ein Corona - ziemlich
teuer.
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Freitag, 14.09.01
Frühstücken
gingen wir im Hotel nebenan - Continental Breakfast (Brötchen,
Marmelade, Kaffe und Orangensaft) - 40 Pesos (ca. 10,00 DM
pro Person). Danach ging es wieder zur Bank, um die Traveller
Cheques einzutauschen - nie wieder! Die Cheques müssen
vom Chef unterzeichnet werden, dieser checkt die Cheques bei
AMEXCO, wenn das passiert ist, kann man sich am Counter anstellen
und man bekommt nach 45 Min. sein Geld (Pass wird dafür
auch benötigt)! Es besteht auch die Möglichkeit,
am Geldautomaten mit EC-Karte bis zu 1000,00 Pesos am Tag
abzuheben. Anschließend unser Einkauf beim Bäcker,
auschecken aus der Jugendherberge und Fahrt nach Uxmal. Die
Benutzung der Brücke kostet 16 Pesos. Am einzigen Militärstopp
auf diesem Weg mussten wir sogar einen Koffer öffnen
und Andy musste eine frische Wasserflasche hergeben.
In Chetumal hatten
wir unseren ersten Kontakt mit der Polizei, weil wir nicht
geblinkt hatten. Eine Unterkunft in Uxmal zu finden ist nicht
so einfach, da Uxmal nur aus fünf teuren Hotels besteht.
Maya Resort hieß unser Hotel, 900,00 Pesos nur für
Übernachtung für 4 Personen in einem Zimmer. Essen
war nicht besonders Das Hotel hatte einen Pool und eine Atmosphäre
einer mexikanischen Hacienda, das entschädigte etwas.
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Samstag, 15.09.01
Wir mussten á
la carte frühstücken und hatten alle Continental
Breakfast gewählt (44 Pesos = 11,00 DM). Es bestand aus
Saft, Obstsalat, krümeligen Brötchen, Butter und
Marmelade - wirklich spartanisch. Wir bezahlten für zwei
Personen 102 Pesos = 25,00 DM, da die Steuer noch mit drauf
kam. Ganz schön happig, da wir ganz andere Preise gewöhnt
waren.
Zu Fuß (ca.
5 Min. von unserem Hotel entfernt) haben wir uns auf den Weg
zu den Ausgrabungen von Uxmal gemacht.
Der Eintritt pro Person kostete 85 Pesos (ca. 20,00 DM).
Wie kleine Inseln
ragen die Pyramiden aus einem grünen Meer. Die Stadt,
deren Namen die Maya "Usch-mal" aussprachen, die
dreimal Erbaute, liegt heute abseits von Siedlungen. Früher,
ab dem 6. Jh., und vor allem während ihrer Blüte
im 9. und 10. Jh. war sie ein Zentrum, das die ganze Region
um seinen Reichtum und die Kunstfertigkeit seiner Architekten
und Fassadendekorateure beneidete.
Wahrhaft himmelstürmend
ist die Pyramide des Zauberers (Pirámide del Adivino).
35 m ragt sie aus dem Busch auf, so steil, dass mancher, der
sie mutig erklommen hat, sich kaum wieder herunter traut.
Im nahegelegenen Viereck der Nonnen (Cuadrángulo de
las Monjas) findet das Auge immer neue Motive in den Friesen:
Masken des Regengottes Chac, Hütten der Maya, die gefiederte
Schlange Kukulkán. Über die genaue Verwendung
sind die Archäologen sich im unklaren - ein Kloster,
wie die ersten Spanier vermuteten, war der Bau aber nicht.
Auch die Benennung des Palastes des Gouverneurs (Palcio del
Gobernador) etnsprang der Phantasie der Konquistadoren und
nicht archäologischen Hinweisen. Die fast 100 m lange
Anloage ist noch reicher an Ornamenten als das Nonnen-Viereck.
Eine gute Aussicht auf den Palast und die ganze Anlage bietet
die sauber renovierte "Große Pyramide".
Auch Uxmal
war, wie alle großen Maya-Städte, schon längere
Zeit verlassen, als die Spanier ankamen. Die genauen Gründe
sind nicht ganz klar. Eine Dürrezeit und der Glaube,
der Lebenszyklus der Stadt sei zuende - diese Erklärung
bietet die Licht- und Tonshow"Luz y Sonido" an,
die jeden Abend die Anlage mit bunten Scheinwerfern ausleuchtet.
Leider hatten wir keine Gelegenheit, die Lichtshow zu sehen.
Die nächste
Ausgrabungsstätte, die wir besichtigten war Kabáh.
Eintritt: 27 Pesos = 5,50 DM, Videokamera kostet immer extra,
meistens 30 Pesos = ca. 7,00 DM.
Nur wenige Gebäude
dieser Maya-Stadt sind gut erhalten - die aber sind besonders
lohnend. Bizarr wirkt der Tempel der Masken, an dessen Front
rund 250mal das Gesicht des Regengottes Chac in Stein abgebildet
ist. Seine eigentümlichen Rüssel sind allerdings
bei den meisten Masken abgebrochen.
Die Seite und die
rückwärtige Front wurden mit schön gearbeiteten
geometrischen Mustern verziert. Sie sind ebenso gut erhalten
wie zwei Statuen und einige Reliefs. Hier wirken sie weit
authentischer als in Museen, wo sie zu Dutzenden zu sehen
sind. Der "Palast" gilt als typisches Beispiel des
Puuc-Stils in der Maya-Architektur: Ein Kennzeichen, neben
den Chac-Masken sind die Säulengruppen in der Fassade.
Auf der anderen Seite der Straße 261, die quer durch
die Ausgrabungsstätte verläuft, liegt das eigentliche
Zentrum des alten Kabáh. Die hier stehenden Pyramiden
sind allerdings sehr schlecht erhalten. Lediglich ein Bogen
ist restauriert. Einsam steht er heute dort, wo früher
das Zentrum eines Zeremonienbezirks war.
Nach der Kultur
am Vormittag haben wir uns anschließend auf den Weg
nach Meridá gemacht. Im Hotel
St. Lucia, Celle 555, No. 508 haben wir uns für 400 Pesos
= 100,00 DM für 4 Personen einquartiert. Das Zimmer ist
wirklich schön, Aircondition, TV und alles sehr sauber,
wirklich zu empfehlen (nahe am Zentrum, Parkplatz kostenlos).
Nach einem kleinen
Rundgang sind wir bei Mc Donalds eingekehrt. Simone und Robert
waren ganz schön genervt, weil es so voll war und sie
so lange anstehen mussten. Nach dieser Stärkung sind
wir zurück zum Hotel und haben uns fein gemacht für
die Unabhängigkeitsfeier, die an diesem Tag/Abend stattfand.
Es war eine tolle Atmosphäre, die Kathedrale war schön
beleuchtet und drinnen fand ein Gottesdienst statt. Eine Militärparade
schritt vorbei, eine folkloristische Darbietung wurde gezeigt
und es war ein Treiben wie bei der Erlanger Bergkirchweih.
Wir probierten
frittierte Bananen mit Ketchup (schmeckten wie Pommes) und
Simone testete süße Kringel.
Zum Abschluss gönnten
wir uns noch ein Sol in gemütlicher Runde.
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Sonntag, 16.09.01
Am Morgen machten
wir uns auf zum Markt; was für Gerüche und was für
Dinge es da zu sehen gab, von Fischständen, bis zu kleinen
Hunden in winzigen Käfigen.
Nach Erledigung
unserer Einkäufe (Chips, Wasser und Backwaren) machten
wir uns auf den Weg nach Chichén
Itzá. Um 16.00 Uhr kamen wir dort an und suchten
uns eine Unterkunft. Die zweite (Hotel Stardust) , die wir
uns ansahen, war uns genehm. Ein Vierbettzimmer ohne Frühstück
kostete 460,00 Pesos (ca. 115,00 DM). Der Luxus war der Swimmingpool,
den wir für uns alleine hatten.
Am Abend sahen
wir uns die Licht-Show in Chichén
Itzá an. Es ist wirklich sehenswert, wer aber kein
spanisch spricht, sollte auf jeden Fall die 25,00 Pesos (ca.
6,00 DM) ausgeben und sich den Kopfhörer in der jeweiligen
Sprache leisten.
Wichtig: Am Sonntag
können die Ausgrabungsstätten kostenlos besichtigt
werden. Da wir leider zu spät dran waren, werden wir
am Montag Chichén Itzá besichtigen.
Das Parken kostet
10,00 Pesos (ca. 2,50 DM).
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Montag, 17.09.01
Nun ist es soweit,
der Höhepunkt der Reise CHICHÈN
ITZÁ. Eintritt kostete 85,00 Pesos (ca. 20,00 DM)
pro Person (die Lichtshow am Abend ist mit dabei). Video kostete
30,00 Pesos (ca. 7,00 DM). Diesmal hatten sie nicht nach der
Videokamera gefragt, deshalb sind wir so durchmarschiert.
Man sollte bereits
um 8.00 Uhr dort sein, wenn geöffnet wird, es lohnt sich,
da die ganzen Massen von Touristen erst gegen Mittag eintreffen.
Auch durch stundenlanges
Umherlaufen ist die größte der Maya-Städte
in Yucatán nicht zu erwandern. So weit hat sich das
religiöse, wirtschaftliche und politische Zentrum in
seiner Blütezeit im 10. bis 12. Jh. ausgedehnt, dass
die meisten Lagepläne einen großen Teil der Stätte
gar nicht aufführen. Der Besucher betritt den "Ort
beim Brunnen der Itzá" und sieht zuerst das mächtigste
Gebäude, die sogenannte Burg. Die Spanier gaben fast
allem falsche Namen, was sie in der schon vor ihrer Ankunft
verlassenen Stadt fanden. Die große viereckige Pyramide
namens Castillo war jedenfalls kein wehrhafter, sondern ein
heiliger Ort, zur Verehrung des Gottes der gefiederten Schlange:
Kukulkán.
Als erstes haben
wir die Pyramide des Kukulkán erklommen (91 Stufen).
Oben angekommen hat man einen gigantischen Ausblick. Rauf
ging es ziemlich einfach (nur die Oberschenkel schmerzten
und die Puste ging einem langsam aus), aber runter, da bekommt
man schon ein kribbeliges Gefühl in der Bauchgegend.
Wir haben es aber alle gut gemeistert.
Nahebei liegen
kleinere Plattformen, auf einer sind Adler und Jaguare in
prächtigen Reliefs zu sehen. Das "Tzompantli"
daneben ist über und über mit Darstellungen von
Totenköpfen bedeckt. Einst waren dort auch echte Schädel
von Ritual-Opfern oder besiegten Feinden aufgespießt.
Der Ballspielplatz in dieser Gruppe ist nur einer von insgesamt
sieben in Chichén Itzá. Aber mit fast 90 m Länge
und 37 m Breite und seinen 8,5 m hohen Mauern ist er der bei
weitem beeindruckendste - und der größte in Mittelamerika.
Auf dem Weg zum Südteil der Stadt, auch Chichén
Viejo genannt, passiert man eine perfekt proportionierte Pyramide
mit riesigen Schlangenköpfen. Fälschlicherweise
bezeichneten die Spanier den Bau als Priestergruft. Ob das
nahegelegene runde Gebäude seinen Namen "Observatorium"
zu recht trägt, darüber gehen die Meinungen auseinander.
Die in Sichtweite gelegene "Kirche" und das "Nonnengebäude"
waren wohl tatsächliche Orte des Gebets - wenn auch nicht
des christlichen.
Es war sehr eindrucksvoll,
überwältigend und gigantisch, diese Maya-Stätte
zu sehen - ein MUSS für jeden Mexico-Reisenden.
Gegen 13.00 Uhr
machten wir uns auf den Weg nach Playa del Carmen. Es war
ein Gefühl, als ob wir nach Hause fahren, so wohl fühlten
wir uns dort.
Diesmal bezogen
wir getrennte Zimmer für 300 Pesos (ca. 75,00 DM) mit
Frühstück. Wir bekamen einen Preisnachlass, da wir
7 Nächte dort blieben.
Nach Wäsche
waschen und duschen wird wir in unser Lieblingsrestaurant
"BIPBIP" gegangen und haben ein leckeres Fischgericht
gegessen.
Anschließend
war ein Spaziergang durch die Touristenmeile von Playa angesagt.
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Dienstag,
18.09.01
Nach dem Frühstück
sind wir zur Post gefahren, um die Postkarten aufzugeben.
Echt bequem, wenn man ein Auto hat; bei der Hitze zu laufen,
ist anstrengend.
Dann haben wir
den ganzen Tag am Strand verbracht.
Wir lagen an "unserem" schattigen Platz beim Wachturm.
Trotzdem haben wir uns alle etwas das Fell verbrannt.
Simone ging es
am Abend nicht besonders gut, sie hat gebrochen. Sie meinte,
es lag an dem vielen Käse der auf der Pizza war, die
sie vorher mit Genuss gegessen hatte. Wir waren aber überzeugt,
dass es an der vielen Sonne lag, die sie abbekommen hatte.
Wir saßen
dann noch ein wenig auf der Veranda zusammen. Ingrid musste
sehr leiden, da sie von Schnaken sechs Mal in den Hintern
gestochen wurde - grässlich!!!
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Mittwoch, 19.09.01
Heute haben wir
es noch ruhiger angehen lassen. Zuerst haben wir eine Telefonkarte
gekauft, um bei Delta Air anzurufen und unsere Rückflüge
bestätigen zu lassen. Bis jetzt ist alles o.k., aber
es kann sich kurzfristig noch etwas ändern war die Aussage
der Fluggesellschaft - warten wir's ab.
Danach ging es
zum Internet-Kaffee wo wir die E-Mails gecheckt haben.
Unser Nachmittag
bestand aus Lesen und am Strand faullenzen.
Nach dem Abendessen
gingen wir zum Taekwon-Do und haben uns angesehen, wie die
Mexikaner diese Sportart betreiben. Andy war der Meinung,
die Trainingsart sei veraltet.
Mit einem Eis machten
wir uns dann auf den Rückweg und genossen den Abend auf
der Veranda mit einem kalten Corona.
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Donnerstag, 20.09.01
Wir lagen den ganzen
Tag faul am Strand. Als wir vom Strand
zurückkamen, hatten wir den Fernseher eingeschaltet.
Plötzlich tat es einen furchtbar lauten Knall und der
Fernseher war aus. Unsere Hauswirtin meinte, etwas an der
Stromleitung sei explodiert.
Nach dem Abendessen
sind wir zum Supermarkt gelaufen, um einige Dinge einzukaufen.
Es hatte abends geregnet und von daher waren die Moskitos
ganz schön aggressiv. Wir alle wurden gestochen, bis
auf Roberto!
Bei unserem Rundgang
durch Playa haben wir uns ein Hotel angesehen, welches direkt
in unserer Straße war. Dort hätte sich Ingrid sauwohl
gefühlt - Swimmingpool, Buffet, Liegen mit Matten, .....
Die Preise für eine Nacht lagen zwischen 160,00 und 200,00
US $, das war doch ein wenig zu kostspielig.
Durch den Sturm,
der gegen 1.00 Uhr anfing, konnten wir nicht so gut schlafen.
Außerdem quälte Ingrid wieder ein Moskito, der
diesmal im Zimmer und nicht auffindbar war.
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Freitag, 21.09.01
Ein besonderes
Erlebnis war heute Chaak Tun.
Nur 6 km vom Zentrum Playa del Carmen kann man das schönste
Geheimnis der Rivera Maya finden. Der Name dieser geweihten
Stätte heißt übersetzt "Der Regen kommt
von den Steinen". In mehr als 60 Mio. Jahren hat sich
ein Netz von Höhlen gebildet, überdacht von Stalagtiten.
Durch die Ansammlung von Regenwasser hat sich eine Oase im
Regenwald gebildet.
Choak-Tun besitzt
eine einzigartige ökologische Erfahrung, eine Tour mit
Führer durch den Park und die Höhlen, Zeit in den
Genoten zu schwimmen, Zeit auszuruhen und die Stille dieser
traumhaften Naturschönheit zu genießen, die die
Natur geschaffen. Wir hatten das Glück, allein dort zu
sein und es war herrlich und aufregend in den Genoten zu schwimmen.
Das Wasser ist wirklich saukalt, aber es lohnt sich, sich
zu überwinden. Die Fledermäuse und Schwalben fliegen
um einen herum, einfach ein unbeschreibliches Gefühl.
Nach der Führung hatten wir noch 15 Min. zum Schwimmen.
Auf Nachfrage hat uns der Führer erlaubt, noch mal reinzugehen,
er hat uns eine Taschenlampe mitgegeben, aber man sieht auch
ohne sehr gut durch das Licht, das von draußen in die
Höhle fällt.
Auf jeden Fall
Autan nicht vergessen, denn die Moskitos fressen einen sonst
auf, wenn man aus der Höhle herauskommt.
Der Eintritt kostet
30 Pesos pro Person.
Den Rest des Tages
verbrachten wir am Strand. Es gibt einige streunende Hunde
und heute hat einer nicht weit von unserem Liegeplatz seinen
Haufen in den Sand gesetzt. Niemand ist da, um die Sauerei
zu entfernen. Manche werfen einfach Sand darauf - wie lustig
für die anderen, wenn man dann mit nackten Füßen
hineintritt.
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Samstag, 22.09.01
Heute sind wir
am Vormittag ein wenig durch Playa gefahren, da Robert nach
geeigneten Motiven (Toppes, alten Autos, ...) Ausschau gehalten
hat. Unglaublich, wie viele verrostete und kaputte Autos hier
fahren.
Am Nachmittag war
es bewölkt, was wir genossen, denn dadurch war es am
Strand sehr angenehm. Heute
hat sich am Strand folgendes ereignet: Einige Einheimische
spielten Fußball ganz in der Nähe wo wir lagen.
Robert hatte sich auf den Rücken gelegt und war am Einschlafen,
als plötzlich der Ball geflogen kam und ihn an der Schulter
traf. Er ist total erschreckt und verärgert hochgefahren
und hat den Ball in die entgegengesetzte Richtung gekickt.
Da war natürlich großes Geschrei; vier der Einheimischen
kamen auf ihn zu und wollten ihn anmachen. Die Lifeguide,
vor deren Wachturm wir lagen, hat gleich eingegriffen und
die Jungs weggeschickt. Wahrscheinlich haben sie gesagt, lasst
die Touris, die sind sowieso bald wieder weg. Die Lifeguide
hat Robert dann noch gefragt, ob sie die Polizei holen sollen,
was er verneinte. Wären die nicht da gewesen, hätten
Andy und Robert ihr Taekwon-Do an den Mann bringen können.
Nach dem Duschen
war wieder Abendessen im BIPBIP
angesagt. Natürlich darf das Eincremen mit Autan nicht
fehlen, sonst wird man selbst aufgefressen.
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Sonntag, 23.09.01
Heute besuchten
wir die Ruinen von Cobá.
Abseits vom Trubel der Karibikstrände liegen die Ruinen
einer der ausgedehntesten Städte der alten Maya. In einer
Seenlandschaft lebten vor 1200 Jahren hier über 50.000
Menschen. Von ihren Hütten ist nichts mehr zu sehen,
nur einige Kultstätten haben die Archäologen dem
wuchernden Wald abgerungen. Wer sie besichtigen will, muss
etliche Kilometer wandern - was durchaus lohnend ist, wenn
man den Besuch als ausgedehnten Spaziergang begreift.
Kurz hinter dem
Eingang trifft der Besucher auf dem akkurat restaurierten
Ballspielplatz und eine 24 m hohe Pyramide. Auf dem rund 2
km langen Weg zur Gruppe der großen Pyramide tauchen
immer wieder nicht restaurierte Tempelreste im Wald auf. Pfade
führen zu Stelen mit Reliefs, die Adelige oder religiösen
Inhalte darstellen. Die große Pyramide hat ihren Namen
verdient: 120 Stufen führen in luftige 42 m Höhe.
Die Mühe des Aufstiegs wird mit weitem Blick über
das Grün Yucatáns und die umliegenden Seen belohnt.
Weniger spektakulär
ist die Gruppe der Malereien. Auf einer kleinen Pyramide steht
ein Tempel mit Fresken. Wann die Archäologen ihn zugänglich
machen, ist allerdings nocht nicht abzusehen. Noch einmal
1 km entfernt liegt die Gruppe Macanxoc. Hier haben die Maya
nach einem 20-Jahres-Rhythmus Gedenk-Stelen aufgestellt. Für
die acht Stücke, die hier gefunden wurden, braucht man
allerdings Fantasie: sie sind nicht allzu gut erhalten.
Auf dem Weg durch
den Dschungel begegneten wir einer Schlange und einer Tarantel
- ganz schön aufregend.
Nach der Rückkehr
hatten wir uns am Strand vergnügt.
Es waren viele Einheimische dort, sie rückten mit Kühlbox,
der ganzen Familie nebst Oma an. Die Frauen gehen alle mit
Klamotten ins Wasser!
Am späten
Nachmittag bewölkte es sich zusehends und es fing an
zu nieseln.
Nach dem Abendessen
gingen wir an den Strand und genossen die Stille und das Meerrauschen.
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Montag, 24.09.01
Heute fliegen wir
zurück nach Deutschland, die einen freuen sich mehr,
die anderen weniger. Unser Flug geht um 13.00 Uhr und wir
haben beschlossen, um 10.30 Uhr wegzufahren.
Die Fahrerei verlief ohne Probleme. Nach Abgabe des Leihwagens
brachte man uns zum Flughafen. Das Einchecken dauerte etwas
länger, da die Koffer und alle anderen Gepäckstücke
super gründlich durchsucht wurden.
Der Flug von Cancun
nach Atlanta verlief ohne Probleme. In Atlanta angekommen
mussten wir unser Gepäck holen und wieder neu einchecken.
Alles ging glatt. Auch diesen langen Flug von Atlanta nach
Frankfurt überstanden wir gut.
Nun noch das letzte
Stück von Frankfurt nach Nürnberg. Das Fliegen setzt
einem schon zu und wir waren froh, als wir auch diese Etappe
hinter uns hatten.
In Nürnberg
angekommen, hat uns Robert's Vater abgeholt und zuerst Simone
und Andy und dann Robert und Ingrid daheim abgesetzt.
Welche gemischten
Gefühle, die Freude, wieder daheim zu sein, aber auch
die Gewissheit, dass dieser schöne, interessante und
aufregende Urlaub nun vorbei ist und einen das "alte"
Leben wieder hat.
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